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28.11.2025 - Bad Freienwalder Heimatkalender 2026 vorgestellt

Die 70. Auflage des Bad Freienwalder Heimatkalenders ist erschienen. Aus diesem Anlass hatte Dr. Reinhard
Schmook (r.), Leiter des Redaktionskollegiums, die Autoren jetzt zu einem Treffen ins Teehäuschen eingeladen.
25 Autoren lieferten 30 Beiträge, die sich mit der Region befassen. Den Heimatkalender gibt es für elf Euro
in der Tourist-Info, der "Papierblüte", der Brunnenapotheke und in Simons Blumenparadies.
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Text: S. Göttmann, Foto: H. Lauter
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Online-Bestellung des neuen Heimatkalenders 70.2026
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27.09.2024 - Ansprache zur posthumen Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Hans-Peter Trömel (1941-2024) in der Bad Freienwalder Konzerthalle
Dr. Reinhard Schmook, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung
Liebe Familie Trömel, verehrte Gäste,
am 25. April 2024 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, Herrn Hans-Peter Trömel (1941-2024) posthum das Ehrenbürgerrecht der Stadt
Bad Freienwalde (Oder) zu verleihen. Der Beschluss bedurfte laut Kommunalverfassung einer Mehrheit von zwei Dritteln der gesetzlichen Anzahl
der Mitglieder der Gemeindevertretung. Außerdem setzt die Verleihung an verstorbene Persönlichkeiten voraus, dass die Berechtigten ihr Einverständnis
erklären. Nachdem diese Voraussetzungen erfüllt waren, fiel der Beschluss einstimmig aus.
In der noch nicht sehr langen Reihe der in den letzten 150 Jahren ernannten Bad Freienwalder Ehrenbürger steht der heute Geehrte an 17. Stelle.
Vor ihm stehen große und weithin bekannte Namen wie Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg, der von 1885 bis 1896 Landrat des Kreises Oberbarnim
war, der Oberhof- und Hausmarschall König Wilhelms I., Hermann Graf v. Pückler, der ab 1867 als Ruheständler in Freienwalde lebte, Gustav von Diemar,
seit 1857 Freienwalder Ratsherr und lange Jahre Direktor des Gesundbrunnens, Victor Blüthgen, bedeutender Schriftsteller sowie Dr. Hans Keilson,
1909 in Freienwalde geborener jüdischer Arzt und international bekannter Schriftsteller.
Zwischen 1933 und 1990 gibt es in dieser Liste eine große Lücke. Die nach der Machtübernahme der Nazis und nach dem Erlass des "Ermächtigungsgesetzes"
1933 in devoter Lobpreisung auch von vielen anderen Städten in Deutschland an Hitler und Hindenburg verliehenen Ehrenbürgerschaften wurden erst in den
1990er Jahren durch entsprechenden Stadtverordnetenbeschluss getilgt. Dann gibt es eine große Lücke bis zum Jahre 1990, als Hans Keilson die
Ehrenbürgerwürde erhielt. Ihm folgten die Naturschützer Erna und Kurt Kretschmann, der Kinderbuchautor Siegfried Schumacher und der Wehrführer
der Freiwilligen Feuerwehr Bad Freienwalde, Willi Knoll.
Für ihren Einsatz zum Erhalt und die Umwandlung der Georgenkirche in eine famose Konzerthalle wurde Ingrid Linke die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Zuletzt, im Jahre 2014, bekam diese Ehrung Frau Dr. Gudrun Zander anlässlich ihres Ausscheidens als Chefärztin von Fachklinik und Moorbad. Ihr ist
es ganz wesentlich zu verdanken, dass es diese Einrichtung überhaupt noch gibt. Beide sind heute hier zu Gast und ganz besonders begrüßt.
Hans-Peter Trömel, den wir heute hier ehren, war ein hochgeachteter Bürger unserer Stadt, der sich sowohl hauptberuflich als auch ehrenamtlich
überdurchschnittlich stark für die Belange der Stadt und des angrenzenden Oderbruchs eingesetzt hat. 1969 wurde ihm vom Oberflussmeister in
Frankfurt (Oder) die Leitung des Flussbereichs Bad Freienwalde (Oder) übertragen, zu dem das gesamte Oderbruch gehörte. Da war er 28 Jahre alt
und empfand diese Übertragung als enormen Vertrauensvorschuss. Zunächst galt es für ihn, sich in die Situation im Einzugsgebiet einzuarbeiten, d.h.
sich mit den wasserwirtschaftlichen, geologischen, geschichtlichen und landwirtschaftlichen Faktoren vertraut zu machen. Ziel seiner Arbeit war eine
stetige Verbesserung der komplizierten wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Oderbruch. Sein Bestreben bestand darin, die natürliche Umwelt zu
erhalten und das Wasser nach Menge und Beschaffenheit ohne negative Auswirkungen auf die Nutzungsansprüche zu bewirtschaften. In diesem Zusammenhang
hat er auch mehrere Landschaftstage im Kreis Bad Freienwalde organisiert.
Das Interesse für die Komplexität der Landschaft müsse man bei seinem Beruf mitbringen, so sein Credo. Trotzdem sei er als Ingenieur nicht in der Rolle,
über das Schicksal des Oderbruchs zu entscheiden: "Wir Deichleute sind Ausführende", war eine seiner Überzeugungen. Und: "Ich fühle mich jedenfalls der
Sicherheit des Oderbruchs verpflichtet, so lange hier Menschen leben." Man müsse von einem Hochwasser zum nächsten lernen und dieses Wissen immer
weitergeben – dadurch könne man die Chancen auch verbessern, Hochwasser abzuwehren. Als Verantwortlicher für den vorbeugenden und operativen
Hochwasserschutz im Oderbruch galt es, die Funktionsfähigkeit und Standsicherheit der Deichanlagen zu sichern. Als schönsten Lohn seiner Arbeit
empfand er, dass er keinen Deichbruch im Oderbruch erleben musste.
In seiner Funktion als Flussbereichsleiter hat er zweimal gefährliche Hochwassersituationen erlebt und entscheidend mit abgewehrt – das Winterhochwasser
1981/82 und die Oderflut im Sommer 1997. In Auswertung des extremen Hochwassers 1981/82 wurde Hans-Peter Trömel zum Leiter der Arbeitsgruppe
"Untersuchung der Standfestigkeit der Oderdeiche" ernannt. Eines seiner Hauptanliegen war auch, eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit zum
Hochwasserschutz an der Oder zu betreiben. Dazu trugen die dreimal jährlich veranstalteten Deichschauen bei sowie seine zahlreichen Beiträge
im Bad Freienwalder Heimatkalender und in anderen Veröffentlichungen.
Beim Hochwasser des Jahres 1997, das auch unsere Stadt ernsthaft bedrohte, hat er durch sein besonnenes und von solider Fachkenntnis geprägtes Handeln
bei der Sicherung einer kritischen Gefahrenstelle am Deich bei Neuglietzen eine Überschwemmungskatastrophe verhindert. Dafür verlieh ihm Bundespräsident
Roman Herzog am 7. Juli 1998 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Den Ehrentitel "Deichgraf" jedoch verliehen
ihm die dankbaren Menschen, die er vor dem Hochwasser bewahren konnte. Darauf war er noch mehr und auch mit Recht stolz.
Hans-Peter Trömel war gebürtiger Sachse. 1941 in Radebeul geboren, machte er in Riesa sein Abitur und nahm anschließend eine Lehre auf. Am Bad Freienwalder
Weidendamm lernte er 1½ Jahre Gewässerunterhaltung und Meliorationsausbau, daraufhin studierte er in Magdeburg und Dresden Wasserwirtschaft. Sein ganzes
Berufsleben verbrachte er wiederum in Bad Freienwalde. Hierher führten ihn nicht nur die guten Erinnerungen der Lehrzeit zurück, sondern auch seine spätere
Frau Maria und die berufliche Gelegenheit, die Leitung des Flussbereiches Bad Freienwalde zu übernehmen. Diese Tätigkeit führte Trömel unter anderen
institutionellen und fachlichen Voraussetzungen auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands fort, nunmehr als Bereichsingenieur der Nebenstelle Bad
Freienwalde des Landesumweltamtes Brandenburg, bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2006.
Ehrenamtlich engagierte sich Herr Trömel auch für die Belange der Stadtentwicklung und saß zwei Legislaturperioden hindurch als Abgeordneter der SPD
in der Bad Freienwalder Stadtverordnetenversammlung. Seit den 1970er Jahren wirkte er im Beirat des Oderlandmuseums mit, weil er sich für die Geschichte
des Oderbruchs interessierte. Als langjähriges Mitglied im Redaktionskollegium des Bad Freienwalder Heimatkalenders hat er fast jährlich einen einschlägigen
Beitrag darüber verfasst. Seit der Gründung der Albert Heyde Stiftung im Jahre 2004, die das Oderlandmuseum trägt, war er 20 Jahre lang Vorsitzender
des Stiftungsrates. Darüber hinaus war er naturkundlich tätig und interessierte sich vor allem für die Geologie. 1986 übernahm er von dem verstorbenen
Museumsleiter Hans Ohnesorge den Geologischen Lehrpfad Altranft und betreute ihn fast 30 Jahre lang. Als Vorsitzender der Ortsgruppe des BUND kümmerte
er sich auch um das Biotop, das sich im Lehrpfad über die Jahrzehnte entwickelt hatte. Außerdem organisierte er mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter
viele Jahre lang Baumpflanzungen im Bad Freienwalder Stadtgebiet. Natur und Kultur bildeten für ihn eine Einheit, die das Heimatbewusstsein stärkt und
deren regionale Besonderheiten er in seinen Schriften und seinen Vorträgen zu vermitteln suchte. Seit 1991 war er stellvertretender Vorsitzender des
Oberbarnimer Kulturvereins und hat dort mit seinen Fachkenntnissen und seinem Charme viele Foyergespräche bereichert.
Seinem Erzähltalent entsprechend gab Peter Trömel gerne kleine Geschichten zum Besten, die er in seinem Arbeitsumfeld aufgeschnappt hatte. Eine von
ihnen sei hier kurz nacherzählt:
Zahllose Gräben durchziehen seit der Urbarmachung des Niederoderbruches die Wiesen und Felder zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg.
Einer davon bildete um 1900 die Gemarkungsgrenze zwischen den beiden Ortschaften. Nun ertrank während eines Hochwassers in diesem Graben ein Mann. Er
wurde mit den Füßen am Freienwalder Ufer und mit dem Kopf auf der Falkenberger Seite im Wasser liegend aufgefunden.
Da der Tote nicht identifiziert werden konnte, gerieten die Falkenberger und die Freienwalder in Streit, wer ihn bergen und beerdigen solle. Keiner
fühlte sich dazu verpflichtet, so dass der Fall dem Gericht zur Entscheidung vorgelegt wurde.
Der hiesige Richter legte bei seiner Entscheidung den lateinischen Satz "Ubi bene ibi patria", was übersetzt heißt: "Wo es mir gut geht, da ist mein
Vaterland" auf ganz eigene Weise aus. Er übersetzte den Satz recht eigenwillig mit "Wo die Beene, da ist die Heimat". Das Urteil war verbindlich und
so musste die Freienwalder Stadtkasse für die Beerdigung des Unglücklichen aufkommen.
Wenn der Deichgraf im Begrüßungsmodus war und gefragt wurde, wie es ihm denn gehe, kam meist spontan das Wort "Vorzüglich". Dieses Wort, das in der
Steigerung zum "Mehrfach vorzüglich" werden konnte, war eines seiner unverwechselbaren Markenzeichen. Irgendwie fühlte man sich dann mitgerissen
in die stets optimistische Lebenshaltung und Lebenseinstellung des Deichgrafen.
Am 11. Januar 2024 hat uns Hans-Peter Trömel im 83. Lebensjahr verlassen. Weil er als angesehene Persönlichkeit in unserer Heimatstadt sich um selbige
verdient gemacht hat und viele Spuren hinterließ, verleihen wir ihm heute posthum die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bad Freienwalde (Oder).
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Text: Dr. Reinhard Schmook
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07.07.2024 - Die Mundart des Oderbruchs
Am 15.Juni 2015 wurde in der MOZ ein Dokumentarfilm angekündigt, der in der Neulietzegöricker Kirche bereits gezeigt wurde und den Titel "Von Icke bis Platt -
Wie in Berlin und Brandenburg ursprünglich gesprochen wird" trägt. Die Überschrift des MOZ-Beitrages von Kenneth Anders lautete: "Ick soll ihn wat vertelln."
Diejenigen älteren Oderbrücher, die längst tot sind und mit denen ich vor fast 50 Jahren gesprochen habe, hätten übereinstimmend gesagt: "Ick soll ju wat vertelln".
Schon aus diesem kleinen Beispiel geht hervor, wie sich die Oderbrücher Mundart seitdem verändert hat und weiter verändern wird
Die Sprache, die die Oderbrücher heutzutage im Alltag sprechen, kann man kaum noch als "Oderbruchplatt" bezeichnen. Vor der Trockenlegung des Bruchs sprach
die Altbevölkerung unter sich einen sorbischen Dialekt. Zumindest die Familienväter konnten auch deutsch, was unabdingbar war, wenn sie auf dem Wriezener
Fischmarkt ihre Fische verkaufen mussten und sich von dem erlösten Geld mit Waren eindeckten, die sie selbst nicht produzieren konnten. Ihr Deutsch gehörte
zum Bereich der niederdeutschen Sprache und lag innerhalb der Grenzen der mittelmärkischen Mundart.
Dann kamen nach 1754 die Kolonisten aus verschiedenen, sehr unterschiedlichen Teilen des außerpreußischen Deutschlands und aus Österreich. Sie brachten natürlich
ihre mundartlichen Eigenheiten mit, die sich mit denen der Einheimischen über kurz oder lang vermischten, ohne gänzlich zu verschwinden. Dabei gab es zunächst
in den verschiedenen Kolonistendörfern ganz eigene Sprachvarianten, die mit der jeweiligen Herkunft der Siedler zu tun hatten. In Neubarnim z.B., wo vorwiegend
Pfälzer und Österreicher angesetzt wurden, sagte man noch lange: "Des ken’n mer nicht", "kuum runner", "des du ich nich", "ich heb nischt". Dass aus dem
"ich" bald ein "ick" geworden ist, hat mit dem Berlinischen zu tun, einer Sprache mit eigener Grammatik, die im weiten Umkreis Berlins die Volkssprachen mehr
und mehr überformt, ja teilweise verdrängt hat. In den Orten Neutrebbin und Neulewin dagegen wurden deutsche Bauern aus polnischen Herrschaftsgebieten heimisch.
Deren Alltagssprache wurde in älteren Darstellungen als "großer Misch-Masch von nicht selten radebrechendem Deutsch" bezeichnet. Insgesamt aber entstand
innerhalb von 150 Jahren ein Sprachduktus, der in der märkischen Sprachlandschaft etwas Eigenständiges darstellte und auch unverwechselbar war.
Gravierende Veränderungen brachte die Einwanderung von Arbeitern aus Posen, Westpreußen und Schlesien aus den im Ersten Weltkrieg verloren gegangenen deutschen
Ostgebieten. Die Reste der alten Oderbrücher Mundart und die Auswirkungen der Zuwanderung auf Wortschatz und Aussprache haben sprachwissenschaftliche
Untersuchungen im Jahre 1925 festgehalten und dokumentiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Heimatvertriebene aus den östlich angrenzenden Gebieten im Oderbruch eine neue Heimat. Sie sprachen das neumärkische Platt,
während Neusiedler aus weiter entfernten Gegenden noch mit ganz anderen, fremdartigen Spracheinflüssen aufwarteten. Außerdem wirkte sich durch die wachsende
Mobilität der Menschen immer stärker das Berlinische aus und durch den Schulunterricht, die Medien und die Behördensprache drang auch die hochdeutsche
Sprache in den Alltag der Oderbruchbewohner ein.
Die heute gesprochene Oderbrücher Mundart hat also nur noch wenig mit dem zu tun, "was ursprünglich gesprochen wird". Ob sie einst ganz verschwinden wird,
weil ihre Sprecher aussterben, sei dahingestellt. Doch Sprache ist immer auch ein wichtiges kulturelles Element, das zur landschaftlichen Identität dazugehört.
Insofern gehört die Oderbrücher Mundart zum kulturellen Erbe des Oderbruchs, das seit zwei Jahren das überregional hochwertige Kulturerbesiegel trägt.
An folgendem Sprachbeispiel, das Mundartforscher um 1960 im Oderbruch aufgezeichnet und im Heimatkalender von 1963 veröffentlicht haben, mag deutlich werden,
ob heute hier noch jemand so spricht bzw. was davon noch übrig ist:
Um 1960, also vor fast 65 Jahren, schilderte Frau Dexheimer aus Altreetz das längst aus der Mode gekommene Federnreißen in Oderbrücher Mundart:
"Scheen war ook immer det Fäädernrieten int Dörp. Dorto wurden alle, wat so de nächsten worn, injeloodn. Jleich not Neijohr jing et los. Wer nun vill
Fäädan hadde - denn det sullen ja ofte de Bruutbedden werdn - mußte janze lange Dische upstelln, un denn fing Tante Alma an: ‘Mäkes, nu singt man ierscht
en Enge!’ Un keener kunn anfang, bis et denn Tante Alma jemokt het. Mierschtendeels wor et en janz frommet Enge, wat sich so scheen lang trecken leet.
Jeräätn wurde mierschtens bis halb zehne.
Upn letzten Abend wor denn de Fääderköste. Do jaf et scheenen Koke un Kaffe. Up manche Stellen spielte ook eener upt Treckedings, un denn kunn we ook en
Enge danzen, uppe Strümpe natürlich, det de Dielen nich so afjeschrammt wurdn!"
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Text: Dr. Reinhard Schmook
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Abschied vom Deichgrafen
In diesen Tagen müssen wir Abschied nehmen von Dipl.-Ing. Hans-Peter Trömel, der uns am 11. Januar 2024 für immer verlassen hat. Aus Riesa stammend kam
er 1959 nach Bad Freienwalde und absolvierte hier eine Lehre als Wasserbaufacharbeiter. Anschließend studierte er in Magdeburg und Dresden, wo er an der
Technischen Universität den Abschluss als Diplom-Ingenieur für Wasserwirtschaft erwarb. Die längste Zeit seines Berufslebens wirkte er als Flussbereichsleiter
für den Flussbereich Bad Freienwalde, zu dem das gesamte Oderbruch gehörte. Nach der Wiedervereinigung erfüllte er die gleichen Aufgaben, nur dass seine
Dienstbezeichnung ab 1992 "Leiter der Nebenstelle Bad Freienwalde (Oder) des Landesumweltamtes Potsdam" lautete. Seine Arbeitsstätte war und blieb bis
zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2006 das Deichhaus in der Bad Freienwalder Goethestraße. Große Verdienste erwarb er sich während der Oderflut
im Sommer 1997, als er entscheidend dazu beitrug, eine drohende Überschwemmungskatastrophe zu verhindern. Dafür verlieh ihm Bundespräsident Roman Herzog
am 7. Juli 1998 das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In jenen Tagen, in denen er sich höchstes Ansehen in der
Öffentlichkeit erwarb, legte man ihm den inoffiziellen Ehrentitel "Deichgraf" bei, auf den er stolz war.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich jahrelang als SPD-Stadtverordneter für die Interessen unserer Kurstadt, war ehrenamtlich für den
Natur- und Umweltschutz in unserer Heimat tätig und betreute den Geologischen Lehrpfad in Altranft. Außerdem gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des
Oberbarnimer Kulturvereins und war seit 1990 dessen stellvertretender Vereinsvorsitzender.
Schon seit Anfang der 1970er Jahre wirkte er im Beirat des Oderlandmuseums mit, weil er sich für die Geschichte des Oderbruchs interessierte, über die
er viele interessante Beiträge im Bad Freienwalder Heimatkalender veröffentlichte. Bis zuletzt war er auch Mitglied in dessen Redaktionskollegium.
Seit 2004 wirkte er als Vorsitzender des Stiftungsrates der Albert Heyde Stiftung, deren Entwicklung er maßgeblich förderte. Als aktives Mitglied im
Museumsbeirat, später Freundeskreis des Oderlandmuseums, unterstützte er ein halbes Jahrhundert lang mit seinen fundierten Kenntnissen aus Natur und
Geschichte die Arbeit des Museums. Mit seinem Tod verlieren die Stiftung und das Oderlandmuseum einen treuen Freund, der allseits beliebt war und uns
in seiner zugewandten Art stets hilfreich zur Seite stand. Voller Dankbarkeit werden wir das Andenken an ihn wachhalten.
Ein ausführlicher Nachruf wird in der nächsten Ausgabe des Bad Freienwalder Heimatkalenders für 2025 veröffentlicht.
Im Namen der Stiftung: Reinhard Kampmann, Ralf Lehmann, Hartmut Raeck, Veronika Nawin und Reinhard Schmook
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Text: R. Schmook, Foto: H. Lauter
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29.11.2024 - Bad Freienwalder Heimatkalender 2025 vorgestellt
In Anwesenheit der meisten Autoren, des Redaktionsteams und interessierter Heimatfreunde hat die Albert Heyde Stiftung am Freitag, dem 29 November,
im Teehäuschen den neuen Bad Freienwalder Heimatkalender für 2025 vorgestellt. Es ist der insgesamt 100. Jahrgang des in Bad Freienwalde erscheinenden
Heimatjahrbuches seit 1908, als der erste "Kreiskalender Ober-Barnim" erschien. Die neue Ausgabe enthält wieder eine breite Palette
regionalgeschichtlicher, naturkundlicher und gegenwartsbezogener Themen, insgesamt 30 an der Zahl. Anhand der Abbildungen stellte der Redaktionsleiter
Reinhard Schmook über eine PowerPoint-Präsentation die einzelnen Beiträge vor.
75 Jahre ist die Bad Freienwalder Mandolinengruppe alt geworden. Dieses Laienensemble hat hunderte von Auftritten absolviert und ist ganz stolz darauf,
dass 2023 die Mandoline zum immateriellen Kulturgut erklärt wurde. Heute ganz vergessen ist der Braunkohlebergbau, der im 19. Jahrhundert einst
ein beachtlicher Wirtschaftszweig in unserer engeren Heimat war. Über die einstige Brikettfabrik in Altranft hat Roy Jürgens, der schon seit Jahren am
Heimatkalender mitarbeitet, einen sehr interessanten Bericht geschrieben. Was ein Künstlerehepaar aus der verfallenen Brennerei in Cöthen gemacht hat,
ist aller Ehren wert und von Herbert Lauter entsprechend beschrieben worden. Über vom Aussterben bedrohte Wasservögel an Oder und Warthe schreibt
Frau Professorin Antje Stöckmann von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Stiftungsratsvorsitzende der Albert Heyde Stiftung,
Hartmut Raeck, hält einen Rückblick auf 60 Jahre Motorsportclub Wriezen, der mit seinen Renntagen in den Silberbergen tausende von Motocross-Fans anzieht.
Der Haselberger Erhard Hanne erinnert sich an besondere Begebenheiten in seinem Dorf, die dort nicht vergessen sind und von seinem Freund René Enter
aufgeschrieben wurden. Was ein rühriger Verein aus der maroden mittelalterlichen Dorfkirche in Wollenberg gemacht hat, ist mit einigem Erstaunen nachzulesen.
Mit den Dörfern Niederkränig und Niedersaathen am östlichen Ufer der Oder beschäftigt sich Hartmut Otto anhand der Aktenüberlieferungen im Brandenburgischen
Landeshauptarchiv. Es ist spannend zu lesen, wie sich Gutsherrschaft und Bauern im 17. Jahrhundert in diesen beiden Orten, die seit 1945 zu Polen gehören,
in endlosen Streitereien aneinander gerieben haben. Was Kriegsgräuel für die unmittelbar an den Kämpfen beteiligten Soldaten bedeutet, steht in
erschütternden Briefen des Soldaten August Wilhelm Renné, einem Vorfahren des Bad Freienwalder Schlossermeisters Thomas Renné. Mit 26 Jahren nahm er an
der Erstürmung der Düppeler Schanzen im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 teil und beschreibt die furchtbare Realität des Krieges, die leider auch in der
Gegenwart wieder zu Tod und Verderben führt.
Wie jedes Jahr folgt am Schluss ein Jahresrückblick, der eine Übersicht über die aus der Sicht der Herausgeberin erinnerungswürdigen Ereignisse des Jahres 2023 bietet.
Herausgeberin und Redaktion bedankten sich bei Saskia Klemm und Sandra Knopke vom Findling Verlag Werneuchen für die hervorragende gestalterische Arbeit
sowie die Druckvorbereitung, wichtige Voraussetzungen für die gewohnt hohe Qualität des fertigen Produkts. Die Kalenderredaktion bereitet schon die nächste
Ausgabe für 2025 vor und lädt alle interessierten Heimatfreunde ein, sich mit einem eigenen Beitrag daran zu beteiligen. Der Bad Freienwalder Heimatkalender
für 2026 wird die 70. Ausgabe ohne Unterbrechung seit 1957 sein, wieder ein Jubiläum, das von einem kontinuierlichen Engagement zur Stärkung des
Heimatbewusstseins zeugt.
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Abb.: Autorinnen und Autoren sowie Saskia Klemm und Sandra Knopke vom Findling-Verlag Werneuchen (rechts).
Text: Dr. Reinhard Schmook, Foto: Herbert Lauter
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10.11.2023 - Bad Freienwalder Heimatkalender 2024 vorgestellt
In Anwesenheit der meisten Autoren und einiger interessierter Heimatfreunde hat die Albert Heyde Stiftung am Freitag, dem 10. November,
im Teehäuschen den neuen Bad Freienwalder Heimatkalender für 2024 vorgestellt. Der nun schon 68. Jahrgang bietet eine breite Palette regionalgeschichtlicher,
naturkundlicher und gegenwartsbezogener Themen, denen sich die Mitwirkenden gewidmet haben. Insgesamt sind es 28 Beiträge geworden, die wie immer
ehrenamtlich beigesteuert wurden und viel Neues enthalten, auch manche Überraschung. Zu Gast war der Historiker Tomas Unglaube aus Reinbek bei Hamburg,
der sich intensiv mit der Lebensgeschichte von Hermann Körner, einem aktiven Nationalsozialisten, beschäftigt. Derzeit recherchiert er im Oderlandmuseum
anhand des Oberbarnimer Kreisblattes, der damaligen Regionalzeitung, auf den Spuren Körners, der seit 1933 Bürgermeister in Werneuchen war, dann von 1939
bis 1945 in Küstrin. Während des Entnazifizierungsverfahrens in der britischen Besatzungszone hat er mehrfach gelogen und seine Karriere als Naziaktivist
und Amtsträger verschleiert. Als er 1951 Bürgermeister von Reinbek wurde, galt er als entlastet.
Neben geschichtlichen Themen enthält der neue Heimatkalender auch Berichte über die Einweihung des neuen Schiffshebewerkes Niederfinow und über die
Feier zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bad Freienwalder Wintersportvereins (Udo Schonert). Mit großartigen Fotos angereichert präsentieren sich die
Aufsätze über die vom Aussterben bedrohte Wiesenweihe (Detlef Malchow) und über Mummeln und andere Seerosenarten unserer Heimat (Prof. Antje Stöckmann).
Das Redaktionsteam arbeitet schon an der nächsten Ausgabe für 2025 und lädt alle interessierten Heimatfreunde ein, sich mit einem eigenen Beitrag
daran zu beteiligen.
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Abb.: Autorinnen und Autoren sowie die beiden Grafikerinnen des Findling-Verlages.
Text: R. Schmook, Foto: H. Lauter
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26.06.2022 - Gedenkveranstaltung zum 100. Todestag von Walther Rathenau
Nachdem am 24. Juni der 100. Todestag Walther Rathenaus mit einem Festakt in Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gewürdigt wurde,
folgten am 26. Juni 2022 weitere Ehrungen in Rathenaus einstigem Besitztum Schloss Freienwalde.
In Anwesenheit von über 75 Gästen wurde am Nachmittag zunächst die Sonderausstellung "Deutsche Tatorte" eröffnet. Anfang der 1920er Jahre verübten Rechtsterroristen,
Freikorpsangehörigen und Soldaten über 300 Morde an politischen Gegnern. Nur ein Bruchteil dieser Taten wurde gesühnt.
Unter den Opfern der Attentäter waren die Politiker Matthias Erzberger, Philipp Scheidemann und Walther Rathenau. Scheidemann überlebt den Anschlag durch glückliche
Umstände, Erzberger und Rathenau werden tödlich getroffen. Diese Opfer eint bei allen politischen Unterschieden, dass sie für die Republik eintreten. Der Fotograf
Holger Herschel hat die Tatorte 100 Jahre nach den Mordanschlägen besucht. Seine Aufnahmen zeigen unspektakuläre, fast zu alltägliche Orte, an deren schreckliche
Geschichte nur die Gedenksteine erinnern.

Die Ausstellung soll dazu anregen, sich mit dem Gedenken an die Attentatsopfer auseinanderzusetzen. Zugleich stellt sie die Frage, wie die deutsche Gesellschaft
heute mit den Opfern von politischer Gewalt umgeht - und wie die Täter und deren Hintermänner verfolgt werden. Diese Tatortfotos sind auf ein großes Banner gedruckt,
das die gesamte Front des ehemaligen Schlosscafés bedeckt.
(Audio zu den Angriffen auf Außenminister Rathenau -
Klick)

Anschließend folgte die Eröffnung einer Kunstintervention in der unteren Schlossetage. Die deutsch-britische Künstlerin Sophie von Hellermann hat sich von den
historischen Fotografien der Innenräume inspirieren lassen und die historische Ausgestaltung der Räume im Erdgeschoss neu interpretiert. Ihre farbenfrohen Wand-
und Deckengemälde geben einen lebendigen Eindruck davon, wie eindrucksvoll die Räume einstmals ausgesehen haben mögen. Diese Ausstellung steht im Kontext des
europäischen Jewish Country Houses Projekts, dessen Ziel es ist, den Betrachtern einen neuen Blick auf die historischen Gebäude zu ermöglichen und die europäischen
Dimensionen dieses Erbes hervorzuheben.

Im Anschluss daran erfolgte im Teehäuschen die Premiere eines neuen Rathenaufilms. Die Berliner Filmemacherin Beate Schubert stellte ihren 55 Minuten langen
Film "Walther Rathenau- ein jüdischer Deutscher" vor, der viele, zum Teil behutsam nachkolorierte Bilder enthält, von denen einige zum ersten Mal öffentlich gezeigt wurden.
Der ereignisreiche Nachmittag endete mit einer Buchlesung im Teehäuschen. Der Berliner Autor Gunnar Kunz las aus seinem Kriminalroman "Organisation C", eine von
fiktiven Personen getragene Geschichte über die rechtsterroristische Geheimorganisation "Organisation Consul", die viele politische Morde verübte und auch Walther
Rathenau auf dem Gewissen hatte.
Besondere Gäste im Schloss waren neben der Künstlerin Sophie von Hellermann der Vorsitzende der Walther Rathenau Gesellschaft und Rathenauexperte Prof. Dr. Martin
Sabrow, der Urgroßneffe Walther Rathenaus, Andreas Mossner aus Zürich, sowie die Kuratorin der "Tatorte"-Ausstellung Dr. Elke Kimmel. Die Walther-Rathenau
Gedenkstätte ist aus Anlass des 100. Todestages um originale Ausstellungsstücke aus dem Nachlass Walther Rathenaus bereichert worden. Herr Mossner hat der
Walther Rathenau Gesellschaft im Namen der Familie u.a. ein Paar goldene Manschettenknöpfe Rathenaus sowie ein Möbelarrangement gestiftet, das bis zur Emigration
von Rathenaus Schwester Edith in die Schweiz in der Rathenauschen Villa Koenigsallee 65 in Berlin-Grunewald stand. Darüber hinaus wird jetzt auch die
originale Erika-Schreibmaschine von 1934 aus dem Nachlass Ernst von Salomons in der Ausstellung gezeigt, auf der er 1946 seinen Roman "Der Fragebogen" schrieb.
Der Schriftsteller war in seiner Jugend Mitglied der rechtsterroristischen "Organisation Consul" und beteiligte sich an der Vorbereitung des Attentats auf Walther
Rathenau. Er ist, obwohl umstritten, als Zeitzeuge eine wichtige Quelle zu den Hintergründen der politischen Morde in der Weimarer Republik.
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| Text: R. Schmook, Bilder: H. Lauter |
Der neue Bad Freienwalder Heimatkalender 66.2022 ist erschienen
Nachdem die öffentliche Vorstellung des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders im Herbst 2020 wegen des damaligen Corona-Lockdowns
abgesagt werden musste, konnte sie auch dieses Jahr wegen der hohen Ansteckungsgefahr nur im Kreise der Autoren und des
Redaktionskollegiums stattfinden.
Am Abend des 25.11. hatte die Albert Heyde Stiftung als Herausgeberin zur Präsentation des Bad Freienwalder Heimatkalenders für 2022
in das Teehäuschen eingeladen. Vom Stiftungsrat waren Herr Reinhard Kampmann, Sparkassenvertreter, und Herr Hans-Peter Trömel,
Vorsitzender des Stiftungsrates, erschienen, um sich bei den Autoren für deren Beiträge zu bedanken. Das Schreiben der Artikel
und die Beschaffung der Bildvorlagen geschehen ehrenamtlich und bei den meisten Mitwirkenden zum wiederholten Male.
So ist wieder eine große Vielfalt an Themen in dem beliebten Heimatbuch zu finden, die alle einen Bezug zu unserer eigenen
Geschichte und Gegenwart haben. Ebenso wurde den beiden Verlegerinnen Saskia Klemm und Sandra Knopke vom Findling-Verlag Werneuchen
gedankt, die wiederum ein professionelles Layout abgeliefert haben, das eine Voraussetzung für die qualitätsvolle Drucklegung ist.
Reinhard Schmook, der für die Stiftung die Herausgabe besorgt und für die Gesamtredaktion zuständig ist, stellte jeden einzelnen
Beitrag anhand der Textabbildungen via PowerPoint vor. Dabei erzählte u.a. Fritz Mechelke ausführlich die Geschichte seines
Reiterhofes in Alttornow, berichtete Herbert Lauter über sein langes Musikerleben und stellte Hans-Peter Trömel klar, dass
Hochwasserfluten der Oder eine ständige Bedrohung für das Oderbruch sind. Herr Kampmann hatte den neuen Sparkassenkalender
mit ganz hervorragenden Fotos von den Schlössern in unserer weiteren Umgebung mitgebracht und ihn als Dank an alle Anwesenden überreicht.
Verbunden mit der Hoffnung, dass man sich nächstes Jahr wieder im größeren Rahmen treffen kann, klang der Abend mit Gesprächen über
neue Themen und Beiträge zum 67. Kalenderjahrgang 2023 aus.
Zu kaufen gibt es ihn für 9,50 Euro an den bekannten Verkaufsstellen in Bad Freienwalde und Umgebung,
oder hier im Onlineshop .
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Vorstellung des neuen Heimatkalenders 65.2021
Bad Freienwalder Heimatkalender im 65. Jahrgang
Der Heimatkalender feiert ein Jubiläum, denn er erscheint diesen Herbst seit 1957 zum 65. Male, und das ununterbrochen.
Diejenigen, die damals den ersten Jahrgang herausgaben, brauchten dazu mehrere Anläufe. Das Druckpapier war rationiert und die
Inhalte der einzelnen Beiträge mussten von der Abteilung für Agitation und Propaganda der SED-Kreisleitung abgesegnet sein,
sonst gab es keine Druckgenehmigung. Seitdem hat sich viel verändert, auch im Erscheinungsbild des Bad Freienwalder Heimatkalenders.
Sein Anliegen aber ist geblieben: die Leser mit der heimatlichen Natur und Geschichte vertraut zu machen, das Heimatbewusstsein zu
stärken und wichtige Ereignisse unseres Lebensumfeldes für die Nachwelt festzuhalten.
Der neue Kalenderjahrgang enthält 33 Beiträge von 27 Autoren, die wie immer ohne Honorar mitarbeiteten und mit ihren Themen eine
breite Palette unseres heimatkundlichen Spektrums abbilden. U.a. geht es um den geheimnisumwitterten Burgwall bei Alttornow, um das
Ende der Jahrhunderte alten Ziegeleitradition, um die Sportgeschichte zwischen 1933 und 1945, um den schweren Anfang des
Hochwasserschutzes nach 1945 und um den Grünen Weg hinter der Waldstadt. Die Nachbarstadt Wriezen ist mit Betrachtungen über
die einstige Badeanstalt im Stadtsee und mit dem Kolonialwarengeschäft Taecker in der Wilhelmstraße vertreten.
Neben interessanten Beiträgen über die Züchtung von veilchenblauen winterharten Rosen und den Apfelbäumen am Sonnenburger Weg gibt
es auch wieder mehrere Artikel aus neumärkischen Orten dies- und jenseits der Oder. Selbstverständlich ist wie jedes Jahr ein
Jahresrückblick auf das vorvergangene Jahr dabei.
Zu kaufen gibt es ihn für 9,50 Euro an den bekannten Verkaufsstellen in Bad Freienwalde und Umgebung,
oder hier im Onlineshop .
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Vorstellung des neuen Heimatkalenders 64.2020
Die Albert Heyde Stiftung hatte am 21.11. im Namen der Herausgeberin und des Redaktionskollegiums die Autoren, Freunde und Förderer des
Heimatkalenders in das Teehäuschen des Schlosses Freienwalde zur Präsentation des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders 64.2020 geladen.
Der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel begrüßte alle Anwesenden auf das Herzlichste und bedankte sich bei den Autoren
für die vielen interessanten Zuarbeiten zum neuen Kalenderjahrgang, sowie beim Redaktionskollegium und all denen, die die Herausgabe
des Heimatkalenders durch eine Werbeanzeige unterstützen.

Gleich zu Beginn der bebilderten Ausführungen zu einzelnen Beiträgen des Kalenders würdigte Dr. Reinhard Schmook die
Verlegerinnen vom
Findling-Verlag (Foto v.l.n.r.: Sandra Knopke, Margot Prust und Saskia Klemm) für die jahrelange Unterstützung bei der
Gesamtgestaltung dieses Jahreskalenders und überreichte ein Blumenpräsent.
Margot Prust als ehemalige Inhaberin des Findling-Verlages, der in Kunersdorf angesiedelt war, verkaufte den Verlag vor drei
Jahren an Sandra Knopke und Saskia Klemm, der unter dem gleichen Namen jetzt in Werneuchen seinen Sitz hat.
Viel Interessantes aus Bad Freienwalde und der Region ist in dieser fast 200 Seiten starken Ausgabe niedergeschrieben.
"Wir erfahren, dass das Freienwalder Gymnasium bereits 150 Jahre alt ist, dass es in Freienwalde einen Serienmörder gab,
lesen von der Eröffnung des Chamisso Museums in Kunersdorf, näheres über die Ärzte in Falkenberg, dass die Bahnstrecke nach
Angermünde bereits vor 25 Jahren stillgelegt wurde ..." (Aus dem Vorwort: von Ingrid Linke)

Auch Künstlerisches und Biografisches hat einen breiten Platz in diesem Kalender, wie z.B. der Bericht über den Falkenberger
Kunstmaler Georg Klapper, über den Flussgott der Oder, die Geschichte vom "Waldwichtel Troubadour" oder die "Gemälde der
Pastorenfamilie Peter Grundemann".
Wissenswertes aus Bad Freienwalde und Umgebung, Geschichten rund um die Geschichte, sowie Kurzweiliges und Gereimtes, vermischt mit
einem Stück Heimatgefühl ergeben einen rundum lesenswerten Bad Freienwalder Heimatkalender.
Verkauft wird dieser neue Heimatkalender ab sofort in Bad Freienwalde u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum und
in der Tourist-Information - oder hier als Onlinebestellung:
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| Text und Bilder: H. Lauter |
Buchvorstellung: "Orgelregister des ehemaligen Landkreises Königsberg/Neumark"
Der Bad Freienwalder Orgelforscher Karl Richter, der bereits mit anderen Registerwerken über die Orgeln im Kreis Märkisch-Oderland und
darüber hinaus auf sich aufmerksam machte, hat sich in den letzten Jahren den Orgeln und Orgelbauern im ehemaligen neumärkischen
Landkreis Königsberg/Neumark zugewandt. In jahrelanger akribischer Forschungsarbeit ist ein Buch entstanden, das sowohl den einstigen
Reichtum an diesen Instrumenten in den neumärkischen Kirchen dokumentiert, als auch die hohen Verluste, die Kriegs-und Nachkriegszeit
mit sich brachten.
Grundlage für seine Betrachtungen war die Orgelkartei von 1944, die im Archiv der Zentralstelle für Orgelbau im
Evangelischen Konsistorium Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz aufbewahrt wird. Weil die Erfassungsblätter sehr fehlerhaft sind,
musste der Autor auch andere Quellen wie die Kataloge der einschlägigen Orgelbauanstalten heranziehen, eine mühsame und zeitraubende
Angelegenheit. Interessant ist, dass nach 1945 20 Orte des ehemaligen Kreises Königsberg in Deutschland verblieben. Dort nahm die
Geschichte der Orgeln nach 1945 einen positiveren Verlauf. Das Buch ist reich bebildert, auch mit seltenen historischen Aufnahmen,
die der Autor teils an entlegenen Stellen entdeckt hat, und wartet mit überraschenden Entdeckungen auf in einer Landschaft, die vielen
Deutschen heute fremd vorkommt.
Karl Richter: Orgelregister des ehemaligen Landkreises Königsberg/Neumark.
Ein Beitrag zur Geschichte des märkischen Landorgelbaus. Bad Freienwalde (Oder) 2019
(Heimatkundliche und regionalgeschichtliche Schriften der Albert Heyde Stiftung in Bad Freienwalde, Band 9), 132 S. 10,00 Euro.
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| Text: Dr. R. Schmook |
Ausstellungseröffnung "Theodor Fontanes Begegnungen mit Freienwalde - eine Spurensuche zum 200. Geburtstag"
Theodor Fontane weilte zwischen 1859 und 1867 mindestens einmal im Jahr in Bad Freienwalde anlässlich der Besuche bei seinem Vater
Louis Henri. Bei diesen Gelegenheiten suchte der Dichter auch verschiedene Örtlichkeiten in der Stadt auf und beschrieb sie, zunächst
in seinen Reisenotizbüchern, dann im Freienwalde-Kapitel des zweiten Teils der "Wanderungen", der 1863 als "Das Oderland.
Barnim - Lebus" erschien. Diese Örtlichkeiten, u.a. die Nikolaikirche, die künstliche Ruine auf dem Weinberg, der Brunnenkirchhof
"Rosengarten", der Monte Caprino, das Schloss Freienwalde und die Kapelle beim Gesundbrunnen, stellen wir in dieser Ausstellung aus
dem Blickwinkel Theodor Fontanes, verglichen mit dem heutigen Erscheinungsbild, vor. Das machen wir vor allem auch deswegen, weil sie
zu den Identität stiftenden Elementen unserer alten Kur- und Badestadt gehören.

Zum ersten Mal stellen wir auch einige Kleinodien unserer Sammlung aus, wie z. B. zwei Wirbelknochen Caspars von Uchtenhagen und
einige Reste von seinem Sarg, die bei einer Öffnung der Gruft 1972 in der Nikolaikirche aufgefunden wurden. Zu sehen ist auch ein
Autograph von Karl Weise in Form eines Gedichtes, das er 1887 auf die Rückseite einer Postkarte geschrieben hat. Theodor Fontane
hat zur Vorbereitung des Freienwalde-Kapitels in den "Wanderungen" einige gedruckte Quellen benutzt, von denen der Schroppsche
Führer durch Freienwalde von 1848 mit beiliegender Wanderkarte, das Sagenbuch von Martin Dewitz aus dem Jahr 1864 und die "Sieben
Sagen von Freienwalde und Umgegend" von Georg Schenk im Original ausgestellt werden.
Neben den Fontane-Stätten in Bad Freienwalde statten wir auch der Wohn- und Grabstätte des Vaters in Schiffmühle, dem Cunersdorfer
Musenhof und dem Fontane-Denkmal in Falkenberg einen Besuch ab. Sie werden ausführlich und mit Fontanezitaten angereichert in dem
Begleitbuch vorgestellt, das ab morgen in den üblichen Verkaufsstellen in Bad Freienwalde zu erwerben ist. Das 144 Seiten starke
und mit 110 Abbildungen reich illustrierte Buch trägt den Titel "Freienwalde - hübsches Wort für hübschen Ort". Theodor Fontanes
Begegnungen mit Freienwalde und ist als 8. Band der Heimatkundlichen und regionalgeschichtlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung
erschienen (ISBN 978-3-933603-62-3).

Mit dieser Ausstellung reiht sich die Albert Heyde Stiftung in die Aktivitäten der Stadt Bad Freienwalde und des Landes Brandenburg
zum Fontanejahr ein. Parallel dazu läuft ein Schülerprojekt mit dem Bertolt-Brecht-Gymnasium, dessen Ergebnisse am 4. Juni 2019 in
den Räumen der Bad Freienwalder Filiale der Sparkasse Märkisch-Oderland vorgestellt werden.
Für die finanzielle Unterstützung der Ausstellung und des Schülerprojekts sind wir der Stadt Bad Freienwalde (Oder), der
Sparkassenstiftung Märkisch-Oderland, Herrn Optikermeister Dietmar Ortel in Finow und Herrn Detlef Malchow in Bad Freienwalde zu
herzlichem Dank verpflichtet.
Folgen Sie uns auf den Spuren Theodor Fontanes in Bad Freienwalde, zwischen Oberbarnim und Oderbruch.
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| Text: Dr. R. Schmook |
Neues Buch über den DDR-Alltag in der Kurstadt
Am Mittwoch, dem 21. November 2018, stellte die Albert Heyde Stiftung im Ratssaal des Bad Freienwalder Rathauses den 7. Band
ihrer Schriftenreihe "Heimatkundliche und regionalgeschichtliche Schriften" vor. Das Buch heißt: "Die Kurstadt Bad Freienwalde
(Oder) in der DDR-Zeit".
Nachdem fast 30 Jahre seit dem Ende der DDR vergangen sind, ist es an der Zeit, sich der guten und nicht
so guten Seiten des Lebensalltags während dieser Jahrzehnte in Bad Freienwalde zu erinnern. Viele heutige Mitbürger haben die
DDR-Zeit persönlich erlebt und können sicher auch viel darüber erzählen, über ihre eigenen Erfahrungen im Arbeitsleben und in der
Familie, die ein Stück ihrer eigenen Lebensgeschichte sind. Inzwischen ist eine neue Generation herangewachsen, die vor allem aus
den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern Einblicke in das Freienwalder Alltagsleben zu DDR-Zeiten erhält.
Die Albert Heyde Stiftung hat sich deshalb entschlossen, erstmals anhand von zahlreichen, bisher unveröffentlichten Fotos aus
Bad Freienwalde einen Einblick in die Jahre von 1945 bis 1990 zu geben. Dabei werden die Bilder sachlich und auf der Grundlage
gesicherten Wissens über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der DDR betrachtet und kommentiert.
Keineswegs soll das Leben der Freienwalder Bürger unter DDR-Verhältnissen abgewertet oder gar verächtlich gemacht werden.
Dazu besteht auch gar kein Grund, denn beim Betrachten der ausgewählten Fotos kommen die erstaunlich vielfältigen Facetten des
täglichen Lebens der Freienwalder in der DDR-Zeit zum Vorschein.
Die historischen Fotos sind in 11 Sachgruppen zusammengefasst, z.B. "Die Nachkriegszeit von 1945 bis 1949",
"Stadtentwicklung und Baugeschehen", Von den Freienwalder Schulen", "Wirtschaft, Handel und Gewerbe", "Sportereignisse und Karneval",
"Das Moorbad der Werktätigen" und "Besondere Ereignisse".
Dr. Reinhard Schmook
Die Kurstadt Bad Freienwalde (Oder) in der DDR-Zeit
Heimatkundliche und regionalgeschichtliche Schriften der Albert Heyde Stiftung in Bad Freienwalde, Band 7
LINUS WITTICH Medien KG, 36358 Herbstein, 1. Auflage 2018
108 Seiten, 160 Abbildungen
ISBN 978-3-86595-679-8
Das Buch kann zum Preis von 18,75 Euro in der Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum, in der Tourist-Information sowie
in allen anderen bekannten Verkaufsstellen erworben werden. - oder hier als Onlinebestellung:
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| Text: Dr. R. Schmook |
Vorstellung des neuen Heimatkalenders 63.2019
Die Albert Heyde Stiftung hatte am 14.11.2018 im Namen der Herausgeberin und des Redaktionskollegiums in das Teehäuschen des
Schlosses Freienwalde zur Vorstellung des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders 63.2019 geladen und dieser Einladung sind viele Autoren,
Freunde und Förderer des Heimatkalenders gefolgt.
Nachdem der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel die Anwesenden auf das Herzlichste begrüßt und den Redakteuren seinen Dank für die
zahlreichen interessanten Zuarbeiten zu dem neuen Kalenderjahrgang ausgesprochen hatte, stellte Dr. Reinhard Schmook die einzelnen
Beiträge mit vielen weiterführenden Informationen vor.
Viele interessante Geschichten aus Bad Freienwalde und dessen Umgebung, hineinreichend bis in den Altkreis Oberbarnim und sogar aus dem
Kreis Königsberg/Nm. sind in dieser Ausgabe dokumentiert. Zeitzeugen, die direkt oder indirekt mit den Menschen und unserer Heimat verbunden
sind oder waren und ihre Spuren hier hinterlassen haben, werden hier auf ihre ganz eigene Art und Weise gewürdigt. Historisches, wie der kommende
Geburtstag Theodor Fontanes, die ehemalige Synagoge von Bad Freienwalde sowie die Dokumentationen über die Freienwalder Stadtordnung von 1543,
Geschichtliches zum Kreis Oberbarnim und der Kriegerdenkmale im Kreis Königsberg/Nm. sind hier zu finden. Aber auch vieles aus der
jüngeren Vergangenheit ist dokumentiert, wie die Historie der Schlossparkambulanz, Schulmeisterliches aus Falkenberg oder die
bewegte Geschichte des sogenannten "Frühstückssteins" bei Neuenhagen.

Kurzweilige Erzählungen und Gedanken haben ebenfalls wieder ihren Platz in diesem Kalender gefunden, wie die Geschichte von Marianne Beise
"Bethlehem im Hühnerstall" oder auch die Wertschätzung der Rose als "Königin der Blumen".
Beachtenswert sind auch die Würdigungen von Personen, die sich für unsere Heimat in besonderem Maße verdient gemacht haben oder im
gemeinschaftlichen Gedächtnis nach wie vor vorhanden sind, wie OMR Dr. Dwaronat, der Chorleiter Dr. Manfred Mielke und Ingrid Linke.
Zu dem Gruppenbild haben sich die anwesenden Autoren dann im Foyer des Teehäuschens aufgestellt. Gedankt wurden den Autoren, dem
Redaktionskollegium und all denen, die die Herausgabe des Heimatkalenders durch eine Werbeanzeige unterstützen, ebenso dem
Findling-Verlag in Werneuchen für die Gestaltung (Sandra Knopke und Saskia Klemm).
Verkauft wird dieser neue Heimatkalender ab sofort in Bad Freienwalde u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum und
in der Tourist-Information - oder hier als Onlinebestellung:
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| Text und Bilder: H. Lauter |
Ausstellungseröffnung - LEBEN & STERBEN IM WAHREN CHRISTLICHEN GLAUBEN
Eine Ausstellung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs in Zusammenarbeit mit dem Dominikanerkloster Prenzlau /
Kulturzentrum und Museum sowie der Albert Heyde Stiftung
Nachdem der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel die geladenen Gäste im unteren Ausstellungsraum des Oderlandmuseums auf das Herzlichste
begrüßt hatte, gab der Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Prof. Dr. Klaus Neitmann eine kurze Erläuterung zum Anliegen
und Inhalt dieser Ausstellung. Die Umsetzung des lutherischen Reformationsgedankens im 16. Jahrhundert und den daraus
resultierenden Veränderungen in Stadt und Land wird hier eindrucksvoll an drei Beispielen erläutert: der Prenzlauer Bürgerschaft
in der Uckermark, der Adelsfamilie von Saldern in der Prignitz und dem adligen Johanniterorden in der Neumark.

Im anschließenden Rundgang durch die Ausstellung erläuterte PD Dr. Heinrich Kaak an konkreten Beispielen, wie die übrigen Bewohner
Brandenburgs lebten und welche Auswirkungen die reformatorische Neuordnung auf das Prenzlauer Kirchenleben hatte. So zeichnete sich
die "Christliche Obrigkeit" als auch Pfarrer, Schul- und Bürgermeister nicht nur für die christliche Daseins- und Lebensweise verantwortlich, sie
trat auch für die "auskömmliche wirtschaftliche Existenz", Bildung und weltliche Wohlfahrt des Einzelnen ein.
Die zeitliche Abfolge dieser gewaltigen Umgestaltungen im 16. Jahrhundert in Brandenburg, die im Resultat den ersten Schritt zu religiöser
Toleranz und Glaubensfreiheit darstellten, dessen Befürworter und Widersacher und die Auswirkungen auf das allgemeine und geistliche
Gemeinwesen, dies alles belegt mit historischen Dokumenten und noch vieles mehr zeigt diese Ausstellung, die noch bis zum 12. Dezember
2017 im Oderlandmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten
zu besichtigen ist.
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| Text und Bilder: H. Lauter |
Vorstellung des neuen Heimatkalenders 62.2018
Die Albert Heyde Stiftung hatte im Namen der Herausgeberin und des Redaktionskollegiums in den Theaterpavillon (Teehäuschen) des
Schlosses zur Vorstellung des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders 62.2018 geladen und dieser Einladung sind etwas 15 Autoren und
ca. 20 Freunde und Förderer des Heimatkalenders gefolgt.
Nachdem der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel die Anwesenden auf das Herzlichste begrüßt und allen Redakteuren seinen Dank für die
vielen interessanten Zuarbeiten zu diesem Kalenderjahrgang ausgesprochen hatte, stellte Dr. Reinhard Schmook in einem bebilderten
Vortrag nacheinander die einzelnen Beiträge mit vielen weiterführenden Informationen vor.
In dieser Ausgabe sind wieder viele historische Geschichten und Ansichten aus Bad Freienwalde und Umgebung dokumentiert, von alten und
oftmals nicht mehr existierenden Gebäuden, von den Menschen, die darin lebten, von Geschäftsinhabern und von bekannten und weniger bekannten
Personen des Landkreises. Auch Überregionales hat seinen Platz, wie z.B. "Die Freundschaft zwischen Wriezen und Hachioji" oder die Geschichte
über die Familie Stürmer in Nahausen im Norden des Kreises Königsberg/Nm.

Es sind aber auch kurzweilige Erzählungen und Gedanken über Erlebnisse in Familie, in den Landschaften unserer Heimat und
Naturbetrachtungen über "Bunte Blüten-Bänder - Blumen an Wegen und Rainen" mit herrlichen Nahaufnahmen in dieser Ausgabe zu finden.
All dieses lädt nicht nur zum Lesen ein, es öffnet auch den Blick für all die kleinen und großen Dinge, die man in unserem Landkreis
beobachten und finden kann.
Zu dem Gruppenbild habe sich die anwesenden Autoren aufgestellt. Gedankt wurde den Autoren, dem Redaktionskollegium und all denen,
die die Herausgabe des Heimatkalenders durch eine Werbeanzeige unterstützen, ebenso dem
Findling-Verlag in Werneuchen für die Gestaltung
(Sandra Knopke und Saskia Klemm).
Verkauft wird dieser neue Heimatkalender ab sofort in Bad Freienwalde u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum und
in der Tourist-Information - oder als Onlinebestellung:
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| Text und Bilder: H. Lauter |
Vorstellung des neuen Heimatkalenders 61.2017
Zur Vorstellung des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders 61.2017 hatte die Albert Heyde Stiftung und das Redaktionskollegium
in den Theaterpavillon (Teehäuschen) des Schlosses geladen und erschienen sind nicht nur die Redakteure, sondern auch
viele interessierte Bürger.
Der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel begrüßte auf das Herzlichste die Anwesenden und sprach allen Redakteuren
seinen Dank für die umfangreichen und selbstlosen Zuarbeiten für diesen Kalenderjahrgang aus.

Anschließend stellte Dr. Reinhard Schmook in einen bebilderten Vortrag die einzelnen Beiträge mit vielen weiterführenden
Informationen vor. Diese Ausgabe enthält u.a. einen Rückblick auf die Höhepunkte des 700-jährigen Jubiläumsjahres, viele interessante
Beiträge aus vergangenen Zeiten der Stadt, Geschichten über besondere Gebäude und die gewandelte Natur der Region sowie Wissenswertes
über alte Bahnen und Landschaften der märkischen Idylle.
Verkauft wird dieser neue Heimatkalender ab sofort in Bad Freienwalde u. a. in der
Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum und in der Tourist-Information.
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| Text und Bilder: H. Lauter |
Neue Ausstellung zur 700-jährigen Stadtgeschichte von Bad Freienwalde im Oderlandmuseum eröffnet
Bereits im Juni 2016 hat die Albert Heyde Stiftung als ihren ersten Beitrag zum Stadtjubiläum einen umfangreichen
Bild-Text-Band mit dem Titel "700 Jahre Bad Freienwalde (Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg"
(Autor Dr. R. Schmook) herausgegeben. Der zweite Beitrag besteht nun in der Überarbeitung und Erweiterung der ständigen
Ausstellung zur Geschichte von Bad Freienwalde im Oderlandmuseum. In Anwesenheit von gut 60 Gästen wurde diese neue Ausstellung
am 18. November 2016 durch den Vorsitzenden der Albert Heyde Stiftung, Herrn Hans-Peter Trömel, feierlich eröffnet. Zu den
Gästen zählten Herr Sachse vom Brandenburgischen Museumsverband, Herr Texdorf als Vertreter der Stadt Bad Freienwalde und
der langjährige Freund und Mitstreiter des Oderlandmuseums, der Eisenbahnhistoriker Dr. Horst Regling, dem Herr Trömel an
jenem Tag zum 82. Geburtstag gratulierte.

Die neue Ausstellung stellt die Alleinstellungsmerkmale der Kurstadt Bad Freienwalde vor, also die Aspekte in der Stadtgeschichte,
die in ganz Brandenburg einzigartig sind. Dazu zählen die Lage der Stadt an einem sehr alten Straßenübergang über das Oderbruch,
die Uchtenhagensche Herrschaft von 1374 bis 1618 und natürlich die Gründung des Freienwalder Gesundbrunnens durch Kurfürst
Friedrich Wilhelm von Brandenburg im Jahre 1684. Danach begann die einzigartige Entwicklung der zuvor recht bescheidenen
Stadt zur ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg. Wie sich diese Entwicklung bis zur Gegenwart darstellt, kann man
anhand der Bild-Text-Tafeln in der Ausstellung nachvollziehen. Daneben wird auch über die Geschichte des Freienwalder Alaunwerks
von 1717 bis 1857, über die dunklen Jahre der Nazi-Herrschaft, über die DDR-Zeit und über die grandiose und gelungene Erneuerung
des Stadtbildes in den letzten 25 Jahren informiert. Höhepunkt am Eröffnungstag war für alle Anwesenden ein Blick auf die
Originalurkunde vom 13. Juni 1316, in der Freienwalde zum ersten Mal erwähnt wird. Diese Urkunde dokumentiert den Verkauf des
uckermärkischen Dorfes Lüdersdorf durch den brandenburgischen Markgrafen Woldemar an das Zisterzienserkloster Chorin und wurde
hier in der Stadt vollzogen. Nachdem das Original für einige Wochen im Oderlandmuseum zu sehen war, musste es inzwischen aus
konservatorischen Gründen wieder zurück in das Brandenburgische Landeshauptarchiv nach Potsdam. Die Albert Heyde Stiftung bedankt
sich beim Direktor des Archivs, Herrn Prof. Dr. Klaus Neitmann, für die Möglichkeit, diese Urkunde nach 700 Jahren nochmal an
ihren Ursprungsort zurückholen zu dürfen.
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| Text: R. Schmook, Bilder: H. Lauter |
Buchvorstellung: "700 Jahre Bad Freienwalde (Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg"
Am Donnerstag Nachmittag, dem 30. Juni, wurde im Bad Freienwalder Rathaus vor mehr als 40 interessierten Zuhörern die
anlässlich des Stadtjubiläums von der Albert Heyde Stiftung herausgegebene illustrierte Stadtchronik "700 Jahre Bad Freienwalde
(Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg" vorgestellt. Nach Begrüßung durch den Stadtverordnetenvorsteher
Jörg Grundmann, der auch das Vorwort geschrieben hat, und den Stiftungsratsvorsitzenden Hans-Peter Trömel stellte der Autor
Dr. Reinhard Schmook anhand einer Auswahl der abgedruckten Bilder sein Buch vor, das als Band 5 der Heimatkundlichen
und regionalgeschichtlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung im Geiger Verlag Horb am Neckar erschienen ist.
In 13 Kapiteln, die den wichtigsten Zäsuren in der Freienwalder Stadtgeschichte folgen, wird die Entwicklung der Stadt von einer
unbedeutenden Handwerkersiedlung mit Mediatcharakter zur ältesten Kur- und Badestadt Brandenburgs nachgezeichnet.
An einem viel benutzten Handelsstraßen-Übergang über die Oder entstand Anfang des 13. Jahrhunderts die deutsche Kaufmannssiedlung
Freienwalde, die 1316 in einer Choriner Übereignungsurkunde erstmals als "Vrienwolde" erwähnt wird.
Mit der Entdeckung heilkräftiger Quellen im oberen Brunnental setzte gegen Ende des 17. Jahrhunderts ein allmählicher Aufschwung
ein, der mit der Gründung des Freienwalder Gesundbrunnens durch den Landesherrn, den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von
Brandenburg, im Jahre 1684 begann. Über 100 Jahre später besuchte 1788 König Friedrich Wilhelm II. Stadt und Gesundbrunnen.
Danach stellte er umfangreiche Finanzmittel für den Ausbau des Bades zur Verfügung. Infolge dieser wirksamen finanziellen
Unterstützung kam es in Freienwalde zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit, die das gesamte Stadtbild bis heute prägt.
Seit 1790 hielt sich Königin Friederike Luise, Gemahlin König Friedrich Wilhelms II., in den Sommermonaten regelmäßig in
Freienwalde auf. Am Hang eines ehemaligen Weinberges ließ sie sich einen Konzert- und Theaterpavillon errichten, das so genannte
Teehäuschen. Gleichzeitig verschönerte sie sie pittoresken Gegenden um die Stadt durch den Bau von Lusthäuschen, Parkarchitekturen
und einem ausgedehnten Wanderwegenetz. 1798/99 erbaute der namhafte Baumeister David Gilly am Hang des Weinberges für die
Königin ein Sommerschloss, das zu den Kleinodien preußischer Landbaukunst des Klassizismus zählt. Es wurde 1909 von dem
Industriellen, Schriftsteller und späteren Politiker Walther Rathenau erworben und im Stil der Erbauungszeit restauriert.
Heute ist das restaurierte Schloss Freienwalde ein Erinnerungsort an den 1922 von Republikfeinden ermordeten Reichsaußenminister.
In einer ständigen Ausstellung werden Leben und Werk des großen Deutschen gezeigt.
Seit 1925 darf Freienwalde den Zusatz "Bad" im Stadtnamen führen. Damals florierten Fremdenverkehr und Badebetrieb wie nie
zuvor. Bad Freienwalde war bevorzugter Erholungsort des Berliner Mittel- und Kleinbürgertums, besonders auch jüdischer Kaufleute.
Zimmervermietung und Betreuung der Kurgäste entsprachen europäischem Standard. Diese erfolgreiche Ära endete in der Anfang
1933 beginnenden Nazizeit, als zuerst keine Juden mehr kommen durften und dann bei Kriegsausbruch der Kur- und Badebetrieb
gänzlich eingestellt werden musste.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges überstand Bad Freienwalde ohne größere Zerstörungen, doch die bürgerliche Welt des kleinen
Badeortes war für immer untergegangen. Der Gesundbrunnen firmierte fortan als "Moorbad der Werktätigen", in dem vor allem Kumpel
der Lausitzer Braunkohlenbergwerke Heilung bzw. Linderung erfuhren. Gegen Ende der DDR waren seine Einrichtungen stark verschlissen
und veraltet.
Nach der Wiedervereinigung gelang es, mit der Allgemeinen Hospitalgesellschaft Saarbrücken einen Investor und Betreiber der
Kureinrichtung zu finden, dessen mit Millionenaufwand errichteter und 1994 eingeweihter Klinikneubau den Fortbestand des Bades
bis heute ermöglichte. Inzwischen ist die moderne Fachklinik als Akt der Zukunftssicherung eine Einrichtung der Krankenhaus
Märkisch-Oderland GmbH geworden, in der der Landkreis Märkisch-Oderland Mehrheitsgesellschafter ist. Das seit 1840 als
staatlich anerkanntes Heilmittel angewandte Moor wird bei Amalienhof im Oderbruch gewonnen, wo die Vorräte noch für Jahrhunderte
reichen werden.
Nach Erfüllung weitreichender Auflagen erhielt Bad Freienwalde im Dezember 2003 das Prädikat "Staatlich anerkanntes Moorheilbad",
was eine enorme Aufwertung und Steigerung des Ansehens bedeutete. Außerdem ist die Stadt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
von 31 brandenburgischen Städten mit historischen Stadtkernen. Das schlug sich in einer nie dagewesenen Verschönerung des
Stadtbildes nieder. Im Zuge der Stadterneuerung der letzten 25 Jahre sind die denkmalgeschützte Altstadt, das Schlossanwesen
und das Moorbad in alter Schönheit und neuem Glanz wiedererstanden.
Im Jubiläumsjahr 2016 hat Bad Freienwalde mit allen sechs Ortsteilen ca. 12.300 Einwohner, die eigentliche Stadt ca. 7.750.
Im Jahre 1989 lebten in der Kernstadt noch ca. 11.000 Menschen! Dem weiteren Rückgang der Einwohnerzahlen muss durch
sinnvolle und realistische Wirtschaftsförderung, zu der auch der Tourismus und der Kurbetrieb gehören, entgegen gewirkt werden.
Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Es sind aber von allen Verantwortlichen und auch von jedem Bürger der Stadt große
Anstrengungen nötig, damit unsere hübsche alte Kur- und Badestadt ein lebens- und liebenswerter Ort zwischen Bruch und Barnim
bleibt. In dieser Hoffnung und Zuversicht sowie im Vertrauen darauf, dass unsere Nachkommen an die positiven Elemente der
Stadtentwicklung anknüpfen werden, wollen wir das 700-jährige Jubiläum unserer Heimatstadt mit unseren Gästen freudvoll feiern.
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Die Stadtchronik kostet 18,90 Euro und ist u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund",
in der Tourist-Information und im Oderlandmuseum käuflich zu erwerben. Auf Wunsch signiert der Autor gern das erworbene Buch.
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| Text: R. Schmook |
Internetpräsenz Stiftung Heimatkreisarchiv Königsberg Neumark ist umgezogen!
Seit 9. Juni 2016 obliegt die Betreuung der "Stiftung Heimatkreisarchiv Königsberg Neumark" der neuen Kuratorin Christina Bluhm.
Die neue Internetadresse lautet:
www.heimatkreisarchiv-koenigsberg-neumark.de
Bei Anfragen oder Bestellungen von Publikationen wenden Sie sich bitte per Mail an:
f_wollenberg@yahoo.de
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Die 60. Ausgabe des Bad Freienwalder Heimatkalenders
Es gibt nicht viele Heimatschriften in Brandenburg, die auf eine so lange und ununterbrochene Tradition zurückblicken
können. Dr. Konrad Gründler begann 1957 auf der Traditionslinie des Oberbarnimer Kreiskalenders mit dem ersten
Heimatkalender für den Kreis Bad Freienwalde. Von 1967 bis 1974 zeichnete der Naturschutzpionier Kurt Kretschmann für die
Herausgabe verantwortlich, immer unterstützt von einem tatkräftigen Redaktionskollegium.
Von ihm übernahm die ehemalige Bad
Freienwalder Bürgermeisterin Cäcilie Breßler die Leitung des Redaktionskollegiums. Als sie aus Altersgründen im Jahre 1994
ausschied, trat Horst Hundrieser bis zum Jahrgang 2005 an ihre Stelle. Ab dem Jahrgang 2006 bin ich verantwortlich für die
Herausgabe. Seitdem sind schon wieder 11 Kalenderjahrgänge entstanden, denen noch viele unter der Herausgeberschaft der Albert
Heyde Stiftung folgen mögen. Dem Redaktionskollegium gehörten u. a. Kurt und Erna Kretschmann, Hans Ohnesorge, Wilfried Schöning,
Margot Wolf, Friedrich Rosenfeld. Dr. Hans-Heinrich Stamer. Hildegard Schumacher, Richard Müller, Hans-Joachim Mechelke,
Dr. Ernst-Otto Denk und Ulrich Frischmuth an. Die heutigen Mitglieder finden Sie im Impressum.
Der Jubiläumsjahrgang steht im Zeichen des 700-jährigen Jubiläums der Ersterwähnung unserer Heimatstadt Bad Freienwalde.
In einigen Beiträgen wird auf die Stadtgeschichte Bezug genommen, aber nicht umfassend, denn die Albert Heyde Stiftung plant
die Herausgabe einer illustrierten Stadtchronik, in der sie sich eingehender über die geschichtliche Entwicklung von
Bad Freienwalde informieren können.
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| Text: R. Schmook |
Buchvorstellung: "Literarische Leben in Bad Freienwalde zwischen den Weltkriegen"
Etwa 30 interessierte Zuhörer waren am späten Nachmittag des 10. April in das Teehäuschen des Freienwalder Schlosses
gekommen, um der Vorstellung eines neuen Buches beizuwohnen, das die Albert Heyde Stiftung kürzlich herausgegeben hat.
Hans-Peter Trömel, Vorsitzender des Stiftungsrates und Kenner der Materie, hat den 4. Band der Regionalgeschichtlichen
und heimatkundlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung verfasst und ihm den Titel "Literarisches Leben in Bad Freienwalde
zwischen den Weltkriegen" gegeben.
Nachdem der Autor sich viele Jahre lang mit diesem Thema beschäftigt hatte, stellte er seine Ergebnisse im Rahmen eines
Foyergespräches im Oberbarnimer Kulturverein vor. Damit der Vortragstext und die erarbeiteten Erkenntnisse nicht verloren gehen,
hat sich die Albert Heyde Stiftung entschlossen, das Material zu publizieren.

Bei der Buchvorstellung wurde deutlich, dass vor bald 100 Jahren in Bad Freienwalde ein äußerst reges geistig-kulturelles
Leben blühte, das an alte Traditionen anknüpfte. Es wurde von Menschen getragen, die ihre Heimatstadt liebten und sie in
Gedichten oder romanartigen Erzählungen weithin bekannt machten und priesen. Zu ihnen zählten geachtete Mitbürgern wie
Julius Dörr, Johannes Thilo, Eugen-August von Weiher, Franz Winter, Adamine von Diemar, Clara Wendroth, Gustav Schüler,
Dr. Emilie Loose und Dr. Hans Keilson. Sie alle mussten seit Beginn der Nazizeit im Jahre 1933 erleben,
dass ihre künstlerisch-literarischen Aktivitäten zunehmend behindert wurden und schließlich der "Gleichschaltung"
des öffentlichen Lebens zum Opfer fielen. Der Rückblick auf die Zeit zwischen den Weltkriegen soll auch ein Beitrag zur
jüngeren Geschichte unserer Stadt sein, die im kommenden Jahr auf 700 Jahre seit der erstmaligen urkundlichen
Erwähnung zurückblicken kann.
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Das Büchlein ist im Findling Verlag Kunersdorf erschienen und wird in der Buchhandlung "Bücherfreund"
und im Oderlandmuseum zum Preis von 5,00 Euro angeboten (ISBN 978-3-933603-56-2).
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| Text: R. Schmook, Foto: V. Nawin |
2. Buchvorstellung im Teehäuschen: "Ich ergreife mit vielen Vergnügen die Feder"
Vor einigen Tagen haben das Schloss Freienwalde und der Findling Verlag Kunersdorf im Teehäuschen ein
interessantes Buch vorgestellt. Das Publikationsprojekt lief unter dem Titel: Frauen für den Fortschritt -
Die Agrarpionierin Henriette Charlotte von Itzenplitz (1772-1848) im Spiegel ihrer landwirtschaftlichen Korrespondenz.
Die beiden Herausgeber, Frau Prof. Dr. Heide Inhetveen und PD Dr. Heinrich Kaak, informierten die interessierten Zuhörer,
dass Frauen, die nicht nur in der Landwirtschaft arbeiteten, sondern auch Impulsgeberinnen für den agrarischen Fortschritt waren,
in der Geschichte der Landwirtschaft kaum auftauchten. Eine Konstellation, in der Mutter und Tochter als Agrarexpertinnen wirkten,
sei gar einmalig.

Helene Charlotte von Friedland (1754-1803) und ihre Tochter Henriette Charlotte von Itzenplitz waren
adlige Großgrundbesitzerinnen, die sich die rationelle Umgestaltung ihrer Güter im Oderbruch, in Pommern,
im Havelländischen zum Lebensziel gesetzt hatten. Henriette führte mit dem bekannten Agrarreformer und Begründer einer
landwirtschaftlichen Akademie in Möglin, Albrecht Daniel Thaer (1752-1828), über drei Jahre eine üppige landwirtschaftliche Korrespondenz.
Mit großem Selbstbewusstsein trat sie in den erhaltenen 22 Briefen dem um zwanzig Jahre älteren berühmten Reformer
und königlich-kurfürstlichen Leibarzt entgegen und zeigte sich dabei als fachlich kompetente, belesene,
schriftstellerisch versierte und weit vernetzte Agrarexpertin. Mit ihren Ideen, Experimenten und Fragen machte sie sich
dabei auch zum Sprachrohr der Reformanliegen ihrer Mutter Helene Charlotte, der berühmten Frau von Friedland.
Das Buch ist über die Bad Freienwalder Buchhandlung "Bücherfreund" zu beziehen.
Heide Inhetveen und Heinrich Kaak (Hg.): Ich ergreife mit vielen Vergnügen die Feder
Die landwirtschaftlichen Briefe der Henriette Charlotte von Itzenplitz an Albrecht Daniel Thaer um 1800.
Findling Verlag Kunersdorf; 208 Seiten; ISBN 978-3-933603-47-0; 19,80 Euro
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| Text: R. Schmook, Foto: H. Lauter |
Feierstunde zum 10-jährigen Stiftungsjubiläums - 125 Jahre Oderlandmuseum
Zu einer Feierstunde anlässlich des 10-jährigen Stiftungsjubiläums und des 125-jährigen Bestehens des
Oderlandmuseums lud der Stiftungsrat der Albert Heyde Stiftung am 25.10.2014 in die Konzerthalle St. Georg
von Bad Freienwalde ein. Die ca. 100 meist geladenen Gäste wurden vom Stiftungsratsvorsitzenden Hans-Peter Trömel
auf das Herzlichste begrüßt, bevor er das Wort an den Kurator und Museumsleiter Dr. Reinhard Schmook übergab.
In einem eindrucksvollen bebilderten Vortrag erörterte der Kurator den Ursprung der Stiftung, den Zweck und die Ziele,
wie es in der Stiftungssatzung nach dem Willen der Stifterin Friedel Heyde festgeschrieben worden ist.
Er sprach über die Gründungsphase und den geschichtlichen Werdegang des Oderlandmuseums bis zur heutigen Zeit und
dessen Übernahme 2011 in die Trägerschaft der Albert Heyde Stiftung. Dabei hob er die besondere Bedeutung
dieses Museums für unsere Region und die moralische Verpflichtung für dessen Erhalt für kommende Generationen hervor.

Herr Reinhard Kampmann, Vertreter der Sparkasse Märkisch-Oderland und Mitglied des Stiftungsrates,
hob insbesondere die Bedeutung der gesicherten finanziellen Unabhängigkeit der Stiftung von staatlichen Institutionen hervor,
durch die es überhaupt erst ermöglicht wurde, das Oderlandmuseum 2011 vor dem "Aus" zu retten und in die Trägerschaft
der Stiftung zu überführen. "Die Zukunft der Stiftung und des Oderlandmuseums ist durch das stiftungseigene
Finanzkonzept und letztlich durch die Satzung festgeschrieben und gesichert", betonte Herr Kampmann.
Dr. Kurt Winkler, Vorstandsmitglied des Museumsverbandes und Direktor des Hauses der Brandenburg-Preußischen Geschichte
in Potsdam erörterte den Zusammenhang und die Bedeutung regionaler Museen im Gesamtkonzept für geschichtliche Erziehung
in Brandenburg und den Erhalt historischer Werte für kommende Generationen.
Des Weiteren überbrachten unter anderen die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bad Freienwalde, Frau Marianne
Beise, der Sprecher des Freundeskreises des Oderlandmuseums, Herr Hans-Joachim Mechelke, der erste Beigeordnete des Landrates, Lutz Amsel und
Frau Ingrid Linke, Leiterin der Konzerthalle, Grußworte.
Für den musikalischen Rahmen dieser Feierstunde sorgte Helene Fleuter aus Strausberg, Schülerin der Musikschule
Märkisch Oderland, mit ihrem beeindruckenden Klavierspiel.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Festveranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit, im Foyer bei einem kleinen Imbiss
mit dem Stiftungsrat und den verschiedenen Rednern in Kontakt zu treten und zwanglos auf ihre Fragen Antworten zu erhalten.
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siehe auch: "10 Jahre Albert Heyde Stiftung - 125 Jahre Oderlandmuseum" von Dr. Reinhard
(Beitrag im Bad Freienwalder Heimatkalender 2015)
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Text & Fotos: H. Lauter
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Der Kreis Märkisch-Oderland überträgt 30 000 Museumsstücke an die Albert Heyde Stiftung
Am 17.06.2014 übergab der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, nach dem einstimmig
gefassten Beschluss des Kreistages die umfangreiche Sammlung des Oderlandmuseums an die
Albert Heyde Stiftung. Bei der Vertragsunterzeichnung im Oderlandmuseum Bad Freienwalde waren
neben dem Landrat auch der 1. Beigeordnete Lutz Amsel, die Geschäftsführerin der Kultur GmbH
Kerstin Niebsch, der Vorsitzende des Stiftungsrates Hans-Peter Trömel, das Stiftungsratsmitglied
Reinhard Kampmann, Vertreter der Sparkasse Märkisch-Oderland, und der Stiftungskurator Dr. Reinhard Schmook anwesend.
Nachdem die Stiftung bereits im Jahre 2011 den Betrieb des Oderlandmuseums übernommen hat,
hat sie jetzt mit der Sammlungsübernahme auch die Verpflichtung übernommen, dieses in den letzten 125 Jahren
zusammengetragene Kulturgut zu bewahren, auszustellen und zu publizieren.
Nunmehr kann das mehrmals von der Schließung bedrohte Oderlandmuseum in den Händen der Albert Heyde Stiftung,
die aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entstanden ist, für die Kurstadt Bad Freienwalde und deren
Umland erhalten bleiben und seine Aufgaben weiterhin erfüllen.
Die Albert Heyde Stiftung bietet dafür den richtigen Rahmen, denn der unveränderbar festgeschriebene
Stiftungszweck lautet: "... die natur- und kulturgeschichtliche Bedeutung des Oderbruchs sowie die
Geschichte der Kur- und Badestadt Bad Freienwalde (Oder) durch geeignete Maßnahmen bekannt zu machen
und durch Präsentation des heimatlichen Kulturgutes die Heimatverbundenheit zu fördern."
Bedenken, dass das historischen Kulturgut jetzt in private Hände gekommen und privater Willkür ausgesetzt sei,
sind unbegründet, denn die Stiftung wird vom Innenministerium des Landes Brandenburg beaufsichtigt,
der Stiftungszweck ist unveränderbar und die Stadt sitzt in Person des Bürgermeisters mit im Stiftungsrat.
Die klaren Ziele der Stiftung sind keinerlei politischer Beeinflussung unterworfen und bieten den idealen
Rahmen für ein lebendiges Museum, das unsere Vergangenheit und Gegenwart dokumentiert und die dazu gesammelten
Archivalien und Sachzeugen an die kommenden Generationen weitergibt.
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Text: H. Lauter
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Die 58. Ausgabe des Bad Freienwalder Heimatkalenders
Wer nun die bisherigen Kalender Revue passieren lässt, erhält ein sehr schönes Panorama der Probleme, Geschichten und Ereignisse, die die Leute vor Ort bewegt
haben und bewegen. Davon legt auch der vorliegende Heimatkalender Zeugnis ab. So wird u. a. vor großem geschichtlichen Hintergrund eingegangen auf - die örtliche
Machtergreifung der Nazis und die Verfolgung jüdischer Bürger in Wriezen sowie die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert und ihre Auswirkungen vor Ort.
Wichtig erscheint mir auch, dass herausragende Aktivitäten von Bürgern aufgezeigt werden. Das geschieht z. B. mit der Würdigung des Volksdichters Karl
Weise.
Nicht zuletzt wird die aktuelle Nutzung alter Verkehrsrouten, wie die Oderbruchbahn, beschrieben. Dazu hat die Albert Heyde Stiftung eine
Buchpublikation herausgegeben, die in dieser Kalenderausgabe vorgestellt wird.
Aber auch die von mir nicht erwähnten Beiträge sind selbstverständlich lesenswert und werden ihr Publikum finden. Würdigen möchte ich an dieser
Stelle die umfangreiche, fleißige Arbeit der Autoren, die sich überwiegend in ihrer Freizeit die Mühe gemacht haben, für Sie, liebe Leser, das vorliegende
breite Themenspektrum aufzufächern. Dabei gilt es zu bedenken, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es nicht genügt, etwas zu einem Thema beitragen
zu können. Um etwas zu veröffentlichen, muss man in Archiven und bei Zeitungen recherchieren, den Sachverhalt in einer dem Heimatkalender angemessen Form
verfassen und nicht zuletzt seinen Beitrag illustrieren. Das alles ist nur mit großem persönlichen Einsatz sowie viel Unterstützung durch Archive und
Institutionen leistbar.
Lutz Amsel - 1. Beigeordneter des Landrates
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| mehr Infos: |
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Buchvorstellung:
Von der Rübenbahn zum Radweg
Die wechselvolle Geschichte der Oderbruchbahn ist eng mit ihrer stark ländlich geprägten Heimat verbunden. Nachdem vor I20 Jahren der preußische Landtag mit dem
"Gesetz über Kleinbahnen" den Weg geebnet hatte, forderten immer mehr Stimmen den Bau einer Kleinbahn. Das Fortbewegungs- und Transportmittel
für Mensch und Güter stellte eine wichtige infrastrukturelle Anbindung an die Hauptstadt dar.
1912 wurden die letzten Schienen an der Oder verlegt. In den folgenden 60 Jahren dampften die
Lokomotiven der Oderbruchbahn durch die Dörfer "im Bruch und auf der Höhe".
Kriegsfolgen und Hochwasser unterbrachen den Betrieb der Oderbruchbahn nur kurzzeitig, bis
veränderte Verkehrssysteme zwischen Schiene und Straße, wie vielerorts, 1970 zum Ende der Rübenbahn führten.
Der heutige 123 km lange Oderbruchbahnradweg lässt die Erinnerung an jene Zeit wieder aufleben. Eisenbahn- und
Radsportbegeisterte sowie interessierte Leser erwartet eine spannende Reise durch die mehr als
100-jährige Geschichte der Oderbruchbahn - zwischen Fürstenwalde, Wriezen und Bienenwerder am Oderstrom. Die
Spurensuche führt entlang ehemaliger "Eisenbahnpfade" und auf Bahndämmen vorbei an alten
Gebäuden, Speichern und überwachsenen Bahngleisen, die einst unter der Hand des damaligen Landesbaurates der Provinz
Brandenburg, Otto Techow, entstanden.
Der Autor Dr. Horst Regling, Eisenbahningenieur und Verkehrswissenschaftler im Ruhestand, ist mit der
Eisenbahngeschichte und Verkehrsgeschichte seiner brandenburgischen Heimat eng verbunden.
Seine Fachexpertise sowie seine über Jahrzehnte gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen haben Eingang in das
vorliegende Buch gefunden.
Begleiten Sie ihn in die Welt der schnaufenden Dampfrösser und der stattlichen Bahnhofsgebäude.
Wenn man vom Buch aufblickt, scheinen am Horizont dampfende Rauchschwaden zu entschwinden und man
glaubt, das typische Bimmeln und Schnaufen einer Dampflok vernehmen zu können.
Dr. Horst Regling (Autor): Von der Rübenbahn zum Radweg. Heimatkundliche und regionalgeschichtliche Schriften der Albert Heyde Stiftung
in Bad Freienwalde, Band 3. Herausgegeben von Dr. Reinhard Schmook, Stiftungskurator
1. Auflage 2013 - Verlagsbuchhandlung Ehm Welk - ISBN 978-3-943487-01-5
Das Buch kostet 19,95 Euro, ist im Buchhandel erhältlich, kann direkt bei
der Stiftung oder auch
Hier
bestellt werden.
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Buchvorstellung:
Kirchen und Gemeindehäuser im Evangelischen Kirchenkreis Oderbruch
Was lange währt, wird endlich gut! Diese uralte und banale Volksweisheit trifft bei diesem Buch tatsächlich ins Schwarze.
Das bereits zu Anfang des neuen Jahrhunderts geplante und seit Jahren angekündigte Werk liegt endlich seit Juli
2012 vor und erfreute sich schon kurz nach Erscheinen einer eifrigen Leserschar. Der Umfang und die weitgehende
Vollständigkeit lassen die zeitaufwändige Mühe erahnen und rechtfertigen die lange Vorbereitung und Recherche.

Dieser Führer zu den Kirchen und Gemeindehäusern im Evangelischen Kirchenkreis Oderbruch in
Zusammenstellung und Texten von Dr. Reinhard Schmook hebt sich von den heute weit verbreiteten
oberflächlichen touristischen Führern wohltuend ab: Nicht eine - oft kaum nachvollziehbare - Auswahl irgendwie
interessanter Highlights, sondern das vollständige Verzeichnis aller evangelischer Gotteshäuser im Kirchenkreis
enthaltend. Damit ist das Buch nicht nur ein Verzeichnis der Sehenswürdigkeiten, sondern mehr ein Handbuch zu
den Glaubensstätten unserer Heimat - für Touristen ebenso wie für alle interessierten Gemeindeglieder.
"Der Kirchenführer bietet viele Einblicke in die Geschichte, die Ausstattung und das Schicksal der beschriebenen
Kirchen und Gemeindehäuser. Es handelt sich jedoch nur um eine Momentaufnahme, die den derzeitigen Zustand
jeder einzelnen Kirche vorstellt. Die Besonderheit: Das Buch ist nach Pfarrsprengeln in der Reihenfolge von Nord
nach Süd geordnet, damit innerhalb der Pfarrbereiche der historische Zusammenhang zwischen den
Kirchengemeinden erkennbar bleibt. Zum besseren Auffinden jedes der 95 Orte ist im Anhang ein alphabetisches
Verzeichnis der Kirchen und Gemeindehäuser beigefügt, das auch eine kurze Angabe zum Schicksal ... bei den
schweren Kämpfen im Frühjahr 1945 und in den Jahrzehnten danach enthält." Gerade diese Zeit der Zerstörung
und Verwüstung hat die Oderbruchkirchen am Nachhaltigsten geprägt. (Aus der Einführung)
Nicht jedes Detail ist beschrieben und selbst kulturhistorisch Wertvolles nicht immer abgebildet. Der Führer
versteht sich als Anregung, das Interessante, Schöne und Besondere selbst zu erkunden.
Die Gotteshäuser "waren und sind ein Zeichen der Hoffnung auf Christus, den auferstandenen und lebendigen
Herrn der Kirche", so Superintendent Roland Kühne im Geleitwort. Und der Autor wünscht sich, dass die Leser
"das Unverwechselbare an ihrer eigenen Kirche entdecken, ein Gefühl für historische Zusammenhänge bekommen,
und sich daran erfreuen können, wie sich christlicher Glaube und das daraus resultierende Tun über Generationen
hinweg in und an den Kirchen unserer Heimat widerspiegeln. Um diesen Glauben zu befördern und Zuversicht in
die Zukunft unserer Kirchen zu verbreiten, ist dieses Buch geschrieben worden."
Karl Friedrich Hinkelmann
Reinhard Schmook: Führer zu den Kirchen und Gemeindehäusern im Evangelischen Kirchenkreis Oderbruch. Mit aktuellen Fotos von Horst Drewing.
Er erscheint als 2. Band der heimatkundlichen und regionalgeschichtlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung in Bad Freienwalde, Herausgeber ist
der Kreiskirchenrat des Evangelischen Kirchenkreises Oderbruch. 384 Seiten mit ca. 200 historischen und aktuellen Abbildungen, 2 Ortsverzeichnissen
und einer Karte. ISBN 978-3-933603-51-7
Das Buch kostet 14,95 Euro, ist im Buchhandel erhältlich, kann direkt bei der Stiftung
oder auch online Hier
bestellt werden.
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24.01.2013 - Spenden für die Springbrunnensanierung im Schlosspark
Für die Sanierung des Springbrunnens im Schlosspark von Bad Freienwalde gibt es seit
2012 eine Spendenaktion, an der sich schon viele Bürger und Institutionen beteiligt haben. Eine besondere Aktion dazu startete die Sparkasse von Bad
Freienwalde in beiden Filialen im vergangenen Jahr, denn den Wandkalender, den sie jedes Jahr heraus bringen, gaben sie diesmal vorwiegend nur mit einer
zweckgebundene Spende an ihre Kunden weiter.
Der Erlös von 1134 Euro wurde heute in einem kleinen symbolträchtigen Akt in zwei Sparschweinen durch die
Leiter der Bankfilialen Frau Schirrmeister und Herrn Kretschmann im Beisein des Vorsitzenden des Stiftungsrates der Albert Heyde Stiftung Herrn Hans-Peter Trömel
an den Kurator der Stiftung und Leiter des Oderlandmuseums Herrn Dr. Schmook übergeben.

In kurzen Worten würdigte Dr. Schmook die erfolgreiche Initiative der Sparkasse und hob die Bedeutung der Schlossparkanlagen und dessen Erhaltung für das
kulturelle Leben der Stadt hervor. Die Sanierung des Springbrunnens nach historischem Vorbild sei ein weiterer Meilenstein für die Wiederherstellung der
ursprünglichen Anlage des Schlossgartens nach der Restaurierung des Schlosses und des königlichen Theaterpavillons.
Herr Trömel dankte nochmals ausdrücklich für die größeren Spenden der Sparkasse Bad Freienwalde und den vielen ungenannten Bürgern für ihre Gaben. Er sei
zuversichtlich, bestärkt durch die erfolgreiche Aktion der Sparkasse, durch weitere Spendenaufrufe die benötigten Geldmittel für die Sanierung zusammen zu
bekommen.
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| Text und Bilder: Herbert Lauter |
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