Albert Heyde Stiftung
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Aktuelles - Archiv - Oktober 2026

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29.11.2024 - Bad Freienwalder Heimatkalender 2025 vorgestellt

Autoren des Heimatkalenders 2025 In Anwesenheit der meisten Autoren, des Redaktionsteams und interessierter Heimatfreunde hat die Albert Heyde Stiftung am Freitag, dem 29 November, im Teehäuschen den neuen Bad Freienwalder Heimatkalender für 2025 vorgestellt. Es ist der insgesamt 100. Jahrgang des in Bad Freienwalde erscheinenden Heimatjahrbuches seit 1908, als der erste "Kreiskalender Ober-Barnim" erschien. Die neue Ausgabe enthält wieder eine breite Palette regionalgeschichtlicher, naturkundlicher und gegenwartsbezogener Themen, insgesamt 30 an der Zahl. Anhand der Abbildungen stellte der Redaktionsleiter Reinhard Schmook über eine PowerPoint-Präsentation die einzelnen Beiträge vor.
75 Jahre ist die Bad Freienwalder Mandolinengruppe alt geworden. Dieses Laienensemble hat hunderte von Auftritten absolviert und ist ganz stolz darauf, dass 2023 die Mandoline zum immateriellen Kulturgut erklärt wurde. Heute ganz vergessen ist der Braunkohlebergbau, der im 19. Jahrhundert einst ein beachtlicher Wirtschaftszweig in unserer engeren Heimat war. Über die einstige Brikettfabrik in Altranft hat Roy Jürgens, der schon seit Jahren am Heimatkalender mitarbeitet, einen sehr interessanten Bericht geschrieben. Was ein Künstlerehepaar aus der verfallenen Brennerei in Cöthen gemacht hat, ist aller Ehren wert und von Herbert Lauter entsprechend beschrieben worden. Über vom Aussterben bedrohte Wasservögel an Oder und Warthe schreibt Frau Professorin Antje Stöckmann von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Stiftungsratsvorsitzende der Albert Heyde Stiftung, Hartmut Raeck, hält einen Rückblick auf 60 Jahre Motorsportclub Wriezen, der mit seinen Renntagen in den Silberbergen tausende von Motocross-Fans anzieht.
Der Haselberger Erhard Hanne erinnert sich an besondere Begebenheiten in seinem Dorf, die dort nicht vergessen sind und von seinem Freund René Enter aufgeschrieben wurden. Was ein rühriger Verein aus der maroden mittelalterlichen Dorfkirche in Wollenberg gemacht hat, ist mit einigem Erstaunen nachzulesen. Mit den Dörfern Niederkränig und Niedersaathen am östlichen Ufer der Oder beschäftigt sich Hartmut Otto anhand der Aktenüberlieferungen im Brandenburgischen Landeshauptarchiv. Es ist spannend zu lesen, wie sich Gutsherrschaft und Bauern im 17. Jahrhundert in diesen beiden Orten, die seit 1945 zu Polen gehören, in endlosen Streitereien aneinander gerieben haben. Was Kriegsgräuel für die unmittelbar an den Kämpfen beteiligten Soldaten bedeutet, steht in erschütternden Briefen des Soldaten August Wilhelm Renné, einem Vorfahren des Bad Freienwalder Schlossermeisters Thomas Renné. Mit 26 Jahren nahm er an der Erstürmung der Düppeler Schanzen im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 teil und beschreibt die furchtbare Realität des Krieges, die leider auch in der Gegenwart wieder zu Tod und Verderben führt.

Wie jedes Jahr folgt am Schluss ein Jahresrückblick, der eine Übersicht über die aus der Sicht der Herausgeberin erinnerungswürdigen Ereignisse des Jahres 2023 bietet.
Herausgeberin und Redaktion bedankten sich bei Saskia Klemm und Sandra Knopke vom Findling Verlag Werneuchen für die hervorragende gestalterische Arbeit sowie die Druckvorbereitung, wichtige Voraussetzungen für die gewohnt hohe Qualität des fertigen Produkts. Die Kalenderredaktion bereitet schon die nächste Ausgabe für 2025 vor und lädt alle interessierten Heimatfreunde ein, sich mit einem eigenen Beitrag daran zu beteiligen. Der Bad Freienwalder Heimatkalender für 2026 wird die 70. Ausgabe ohne Unterbrechung seit 1957 sein, wieder ein Jubiläum, das von einem kontinuierlichen Engagement zur Stärkung des Heimatbewusstseins zeugt.
Abb.: Autorinnen und Autoren sowie Saskia Klemm und Sandra Knopke vom Findling-Verlag Werneuchen (rechts).
Text: Dr. Reinhard Schmook, Foto: Herbert Lauter